DFB Pokal 1. Runde: Duelle der Bundesligisten, Part 2

Rot-Weiß Erfurt – TSG 1899 Hoffenheim  0:1
Der Championsleague-Teilnehmer aus Sinsheim verhindert eine Blamage. Die Hoffenheimer zeigten sich in der Offensive uninspiriert und hatten gegen gut mitspielende Erfurter mehr Probleme als gedacht. Die Partie war sehr einseitig, die Gäste dominierten das Geschehen, konnten aber keinen Profit aus ihrer Überlegenheit ziehen. Erst in der 55. Minute erlöste Amiri die TSG. Nach Vorlage von Demirbay erzielte er den einzigen Treffer des Tages.  In der letzten Spielminute hatte RWE seine beste Chance, Biankadi verpasste jedoch den Ausgleich.

Würzburger Kickers – SV Werder Bremen  0:3
Werder Bremen ist auf Kurs. Gegen die Würzburger Kickers stand am Ende ein 3:0 Sieg, die Partie war jedoch enger, als es der Spielstand aussagt.  Nach einer ausgeglichenen erste Halbzeit gingen die Werderaner durch ein sehr krummes Ding von Veljkovic in Führung. In der 50. Minute senkte sich seine verunglückte Flanke in das Würzburger Tor. Der Drittligist zeigte sich danach wenig beeindruckt und erhöhte den offensiven Druck. Im Gegenzug bot dies Räume für die Norddeutschen, die in der 74. Minute einen Konter durch Max Kruse zum 2:0 verwandelten. Die Kickers fanden nicht mehr zurück ins Spiel, in der 77. Minute erzielte Eggestein der 3:0 Endstand. Die Partie musste nach Offenbach verlegt werden, da sich Würzburger Anwohner über die späte Anstoßzeit (20:45) und dadurch entstehende Lärmbelästigung beschwert hatten.

Vfl Osnabrück – Hamburger SV  3:1
Schon wieder blamiert sich der Bundesliga-Dino im Pokal. Erstrunden-Aus in der ersten Runde gegen de Drittligisten aus Osnabrück, und das in Überzahl. Bereits in der 18. Minute sah Osnabrücks Appiah die Rote Karte, die Zuschauer an der Bremer Brücke befürchteten ein Debakel. Aber stark enttäuschende Hamburger bekamen keinen Spielfluss zustanden, im Gegenteil. Osnabrück zeigte viel Spielfreude und ging kurz vor der Halbzeit (38.) verdient durch Savran in Führung. Auch nach der Pause bot sich das gleiche Bild: Hamburg mit mehr Spielanteilen, Osnabrück macht die Tore. Innerhalb von zehn Minuten (61. und 71.) entschieden die Osnabrücker die Partie für sich. Heider und Arslan kegelten den HSV aus dem Wettbewerb. Wood erzielte in der 73. Minute zwar den Anschlusstreffer, doch in der Nachspielzeit verriegelten die Gastgeber ihr Tor. Bereits jetzt haben die Hamburger ihren Fehlstart perfekt gemacht.

Bonner SC – Hannover 96  2:6
Torspektakel in Bonn. Insgesamt bekamen die 9650 Zuschauer im Sportpark Nord acht Treffer zu sehen, ihre Mannschaft eröffnete sogar den Torregen. Nach 20 Minuten erzielte Lokotsch die Führung für den Regionalligisten. Etwas überraschend, da die Niedersachsen das Spiel standesgemäß dominierten. Füllkrug badete den Fehler noch vor der Halbzeit aus (34.). Nach 74 Minuten schien die Partie gelaufen. Denn Martin Harnik und erneut Füllkrug erhöhten auf 3:1 für den Bundesligaaufsteiger. Doch in einer spektakulären Schlussphase kämpfte sich Bonn noch einmal heran. Perrey konnte sieben Minuten vor Schluss noch einmal verkürzen, ehe Hannover den Turbo zündete. Karaman, Maier und zum zweiten Mal Harnik erzielten binnen drei Minuten drei Treffer und schossen 96 eine Runde weiter.

Sportfreunde Dorfmerkingen – RB Leipzig  0:5
Der Vizemeister ist auf Kurs. Gegen den Sechsligist aus Dormerkingen haaten die roten Bullen keinerlei Probleme. Ein Doppelpack von Sabitzer (4. und 47.) leitete den Triumph der Leipziger ein, die nach der ersten Hälfte auch mit 2:0 hätten führen können. Timo Werne verschoss in der 25. Minute einen Foulelfmeter. In der 59. Minute machte es Werner besser und erhöhte auf 3:0. Poulsen und Keita machten mit ihren Treffern den ungefährdeten Erfolg perfekt. Das Spiel wurde in Aalen ausgetragen. Dorfmerkingen spielte erstmals vor über 10.000 Zuschauern.

Eintracht Norderstedt – VfL Wolfsburg  0:1
Camacho rettet schwache Wölfe. Am Rande einer Blamage standen auch die Wölfe aus der Autostadt. Letztes Jahr dem Abstieg erst in der Relegation von der Schippe gesprungen, nun fast das Erstrunden-Aus in Norderstedt. Trotz 80 Prozent Ballbesitz und drückender Überlegenheit wirkten die Wolfsburger hilflos gegen eine gut mitspielende Heimmannschaft. Erst in der 59. Minute erlöste Camacho die Gäste. Kurz vor seinem Treffer hatte der FCE jedoch die große Chance zur Führung. Koch hämmerte den Ball jedoch ans Lattenkreuz. Am Ende steht ein schmeichelhafte 1:0 Erfolg für die Wölfe.

1. FC Magdeburg – FC Augsburg  2:0
Dicke Überraschung in Magdeburg. Ein später Doppelschlag bringt den FCM in die 2. Runde. Augsburg konnte sich in den 90 Minuten keine Überlegenheit erspielen und ihnen unterliefen viel zu viele Fehler im Aufbauspiel. Im Gegenzug wirkte der Drittligist konzentriert und lauerte bis zum Schluss auf seine Chance. Mit Erfolg: In der 87. Minute zappelte der Ball im Netz vom FCA. Beck versetzte die 21.641 Zuschauer in Extase. Augsburg warf im Anschluss alles nach vorne, in der Nachspielzeit kam dann der „Knock-Out“. Schwede erhöhte auf 2:0 und sorgte für eine kleine Sensation.

Energie Cottbus – VfB Stuttgart  3:4 n.E.
Stuttgart mit ganz viel Dusel. Der beherzte Auftritt der Cottbusser wurde belohnt. Mit einer 2:0 Führung gingen sie in die Kabine. Viteritti und Zimmer hatten ihr Team verdient in Front gebracht. Alles sah nach einer Sensation aus, ehe das Heimteam die Wende selber einleitete. Nach dem Anschlusstreffer von Brekalo kurz nach dem Wiederanpfiff (49.), war es ein Eigentor von Matuwila (77.), welches die Gäste in die Verlängerung rettete. Diese ging Torlos aus und das Elfmeterschießen musste entscheiden. Nach vorerst drei Treffer auf beiden Seiten, wurde Förster zum Pechvogel der Partie. Im entscheidenden fünften Anlauf scheiterte er vom Punkt.

BFC Dynamo – FC Schalke 04  0:2
Regionalligist Dynamo konnte lange Zeit mit den Schalkern mithalten. In der ersten Hälfte waren beide Teams gleich auf, Dynamo konnte sich sogar gefährliche Torchancen erspielen. Beide Keeper konnten sich durch gute Paraden auszeichnen. Erst in der 78. Minute konnte der eingewechselte Konoplyanka die Abwehrreihen schlagen und versenkte den Ball zum 1:0. Dynamo wollte sich in die Verlängerung retten, mitten in der Schlussoffensive war es erneute Konoplyanka, der die Gelsenkirchener einer Runde weiter schoss.

Hansa Rostock – Hertha BSC  0:2
Das wohl hitzigste Spiel der ersten Runde. Allerdings sorgten dafür nicht die 22 Mann auf dem Spielfeld, sondern die Fans auf der Tribüne. Zwei mal musste das Spiel wegen Pyrotechnik unterbrochen werden, die zweite Unterbrechung dauerte 17 Minuten. Das Spiel stand kurz vor dem Abbruch. Spielerisch hatte das Spiel nicht sehr viel zu bieten. Die Hauptstädter dominierten das Geschehen, Rostock verteidigte geschickt. Erst nach der zweiten Unterbrechung konnte Weiser mit einem schönen Schlenzer die Berliner Führung erzielen. In der Nachspielzeit erzielte Kapitän Ibisevic den 2:0 Endstand. Jedoch stand der Fußball nach den heftigen Ausschreitungen auf der Tribüne im Hintergrund.

(Foto: DFB.de)

 

 

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